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Sekundäre arterielle Hypertonie

Sekundäre arterielle Hypertonie wird definiert als ein chronisch erhöhter Blutdruck über 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch, der auf eine identifizierbare Ursache zurückzuführen ist.
Sekundäre arterielle Hypertonie kann durch Erkrankungen entstehen, die zu einem Anstieg des peripheren Gefäßwiderstands, des Herzzeitvolumens oder des Blutvolumens führen und so das systemische Druckgleichgewicht stören.

Die Niere spielt eine zentrale Rolle bei der Blutdruckregulation, indem sie das Blutvolumen über Filtration und Rückresorption von Flüssigkeiten moduliert und das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) reguliert.
Als Reaktion auf Hypovolämie oder Hypotonie schüttet die Niere Renin aus, das die Umwandlung von Angiotensinogen in Angiotensin I katalysiert. Dieses wird durch das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE) in Angiotensin II umgewandelt, ein wichtiger Angriffspunkt der antihypertensiven Therapie.
Die Mehrheit der sekundären Hypertonien hat eine renale Ursache, die häufigste ist die Renalarterienstenose, meist verursacht durch atherosklerotische Plaques oder seltener durch fibromuskuläre Dysplasie. Auch eine einseitige Renalarterienstenose kann das RAAS aktivieren und Hypertonie verursachen.
Neben der Renalarterienstenose können alle Nierenerkrankungen, die die glomeruläre Filtrationsrate vermindern, durch Aktivierung des RAAS eine arterielle Hypertonie hervorrufen.

Die Blutdruckkontrolle wird auch durch endokrine Faktoren beeinflusst, durch die Sekretion von Hormonen mit vasopressorischer und/oder positiv inotroper Wirkung auf das Herz:


Bei sekundärer Hypertonie sind die erhöhten Blutdruckwerte ein Symptom eines umfassenderen klinischen Bildes, das mit der Grunderkrankung zusammenhängt.
Die Behandlung der sekundären arteriellen Hypertonie umfasst die Kontrolle des Blutdrucks zur Vermeidung akuter Komplikationen und vor allem die Therapie der Grunderkrankung. Wird die auslösende Ursache behandelt, kann sich auch die Hypertonie zurückbilden.
Die Zeichen und Symptome der sekundären Hypertonie ähneln denen der primären Hypertonie, treten jedoch im Rahmen eines umfassenderen Syndroms auf, das mit der zugrundeliegenden Erkrankung verbunden ist.
Auch die Komplikationen und Organschäden sind ähnlich, insbesondere akute Komplikationen, die mit plötzlichen und erheblichen Blutdruckanstiegen einhergehen.
Chronische Komplikationen benötigen Jahre, um sich zu manifestieren; daher ist eine rechtzeitige Behandlung der Grunderkrankung präventiv.
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