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Kardiovaskuläres Risiko


Arterielle Hypertonie ist ein wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor: Je höher die Blutdruckwerte, desto höher das Risiko.
Da Hypertonie häufig mit anderen Erkrankungen und Risikofaktoren assoziiert ist, ist zur korrekten Risikostratifikation die Berücksichtigung der Anzahl und Art weiterer Risikofaktoren essenziell.

Wiederholung hilft: Hypertonie wird definiert als:



Je nach Höhe der Blutdruckwerte werden verschiedene Hypertoniegrade unterschieden, die mit zunehmendem kardiovaskulärem Risiko verbunden sind:


Systolischer Druck
(mmHg)
Diastolischer Druck
(mmHg)
Optimaler Druck <120 <80
Normaler Druck 120-129 80-84
Normal-hoher Druck 130-139 85-89
Hypertonie Grad 1 140-159 90-99
Hypertonie Grad 2 160-179 100-109
Hypertonie Grad 3 ≥180 ≥110

Sowohl normaler als auch normal-hoher Blutdruck gelten als physiologische Werte. Die Diagnose der arteriellen Hypertonie wird bei persistierenden Werten über 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch gestellt.
Normal-hoher Blutdruck gilt als Grenzwert und wird auch als Prähypertonie bezeichnet.
Personen mit normal-hohem Blutdruck sind nicht hypertensiv, haben jedoch ein erhöhtes Risiko, im Zeitverlauf eine Hypertonie zu entwickeln.
Zur umfassenden Risikobewertung müssen auch weitere Risikofaktoren berücksichtigt werden, wie familiäre Vorbelastung, Adipositas, Dyslipidämien, Diabetes, Atherosklerose und weitere vaskulär wirksame Komorbiditäten.
Oft tritt Hypertonie im Rahmen eines komplexeren Syndroms auf, dem Metabolischen Syndrom. Zudem steigt die Inzidenz mit dem Alter, wobei ältere Patienten häufig fragil sind, eine instabile Homöostase aufweisen und von Multimorbidität und Polypharmazie betroffen sind.

Je nach Blutdruckniveau und Vorhandensein weiterer kardiovaskulärer Risikofaktoren werden verschiedene Risikostufen unterschieden:


Weitere Risikofaktoren

Normaler
Druck
Normal-hoher
Druck
Leichte
Hypertonie
Mäßige
Hypertonie
Schwere
Hypertonie
Keine Kein zusätzliches
Risiko
Kein zusätzliches
Risiko
Niedriges Risiko Mittleres Risiko Hohes Risiko
Bis zu 2
ohne Diabetes
Niedriges Risiko Niedriges Risiko Mittleres Risiko Mittleres Risiko Sehr hohes
Risiko
Mehr als 2
oder mit Diabetes
Mittleres Risiko Hohes Risiko Hohes Risiko Hohes Risiko Sehr hohes
Risiko
Kardiovaskuläre oder
renale Erkrankung
Sehr hohes
Risiko
Sehr hohes
Risiko
Sehr hohes
Risiko
Sehr hohes
Risiko
Sehr hohes
Risiko
Kardiovaskuläres Risiko bezeichnet die erhöhte Wahrscheinlichkeit von kardiovaskulären Ereignissen innerhalb von 10 Jahren.
Niedriges Risiko
15 % oder weniger
Mittleres Risiko
15-20 %
Hohes Risiko
20-30 %
Sehr hohes Risiko
> 30 %
    Literatur
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