AdBlock rilevato
Wir haben einen aktiven AdBlocker erkannt!

Bitte deaktiviere deinen AdBlocker oder füge diese Seite zu den Ausnahmen hinzu.

Unsere Werbung ist nicht aufdringlich und wird dich nicht stören.
Sie ermöglicht es der Website, sich zu finanzieren, zu wachsen und dir neue Inhalte bereitzustellen.

Du kannst auf die Inhalte nicht zugreifen, solange der AdBlocker aktiv ist.
Nachdem du ihn deaktiviert hast, wird dieses Fenster automatisch geschlossen.

Sfondo Header
L'angolo del dottorino
Suche auf der Website... Erweiterte Suche

Stille Myokardischämie

Die stille Myokardischämie ist eine Erkrankung, bei der ischämische Episoden im Myokard ohne anginöse Symptome auftreten. Häufig wird sie zufällig durch apparative Diagnostik festgestellt, da die Patienten weder Brustschmerzen noch andere offensichtliche klinische Zeichen bemerken.
Die Ursache ist meist eine vorübergehende Verringerung des koronaren Blutflusses, in der Regel infolge atherosklerotischer Plaques, Störungen der Mikrozirkulation oder endothelialer Dysfunktion.
Das Ausbleiben der Schmerzempfindung kann durch eine erhöhte Schmerzwahrnehmungsschwelle oder eine reduzierte neurovegetative Reaktion des Myokards bedingt sein.

Epidemiologie und Risikofaktoren

Stille Ischämie ist besonders häufig bei Patienten mit Diabetes mellitus, bei denen die autonome Neuropathie die Wahrnehmung von Brustschmerzen beeinträchtigen kann. Sie ist auch bei älteren Menschen und bei Patienten mit vorbestehender ischämischer Herzerkrankung häufig.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren gehören:


Diagnose und apparative Untersuchungen

Stille Myokardischämie wird häufig zufällig bei diagnostischen Untersuchungen aus anderen Gründen festgestellt. Das Ruhe-EKG kann unauffällig oder unspezifische Störungen der ventrikulären Repolarisation zeigen.
Zu den am häufigsten eingesetzten apparativen Untersuchungen gehören:

Therapie der stillen Myokardischämie

Das therapeutische Ziel ist es, das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse zu senken und die myokardiale Perfusion zu verbessern.

Lebensstiländerungen:
Die Einführung gesunder Lebensgewohnheiten ist essenziell. Raucherentwöhnung, ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität reduzieren das Fortschreiten der atherosklerotischen Erkrankung.

Medikamentöse Therapie:


Myokardiale Revaskularisation:
Bei Patienten mit dokumentierter ausgedehnter Ischämie kann eine perkutane Koronarintervention (PCI) oder ein Koronarbypass (CABG) je nach Schweregrad der Koronarkrankheit angezeigt sein.

Prognose und Komplikationen

Die stille Myokardischämie ist mit einem erhöhten Risiko für Myokardinfarkt, ventrikuläre Arrhythmien und ischämische Herzinsuffizienz verbunden, weshalb eine frühzeitige Diagnose und adäquate Therapie entscheidend sind.
    Literatur
  1. Chaitman BR, et al. Silent myocardial ischemia and ischemic heart disease. J Am Coll Cardiol. 2002;39(11):1899-905.
  2. Fihn SD, et al. ACCF/AHA guidelines for stable ischemic heart disease. J Am Coll Cardiol. 2012;60(24):2564-603.
  3. Montalescot G, et al. ESC guidelines on chronic coronary syndromes. Eur Heart J. 2019;41(3):407-477.
  4. Shah SJ, et al. Microvascular dysfunction in ischemic heart disease. J Am Coll Cardiol. 2020;75(20):2534-48.
  5. O’Donoghue ML, et al. Antiplatelet therapy in ischemic heart disease. Circ Res. 2020;126(4):492-504.
  6. Greenland P, et al. Coronary artery calcium score and cardiovascular risk. JAMA. 2018;319(3):286-295.
  7. Shah NR, et al. Advances in imaging for silent ischemia. Heart. 2018;104(3):213-222.
  8. Task Force Members. ESC guidelines on cardiovascular prevention. Eur Heart J. 2021;42(34):3227-3337.
  9. Patel MR, et al. Diagnostic approaches in coronary artery disease. J Am Coll Cardiol. 2020;76(3):231-245.
  10. Fox K, et al. Management of stable coronary artery disease. BMJ. 2011;342:d3317.