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Die ischämische dilatative Kardiomyopathie ist eine Erkrankung, die durch Dilatation des linken Ventrikels und systolische Dysfunktion infolge chronischer Myokardischämie gekennzeichnet ist.
Sie stellt eine der häufigsten Ursachen der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) dar.
Der wichtigste pathophysiologische Mechanismus ist das ventrikuläre Remodeling, ausgelöst durch wiederholte Ischämie-Episoden, Myokardnekrose und Fibrose.
Die wichtigsten beteiligten Faktoren sind:
Progressiver Verlust von Kardiomyozyten: Wiederholte Infarkte und chronische Ischämie führen zu Apoptose und Zellnekrose.
Myokardfibrose: Ersatz des vitalen Myokardgewebes durch Narbengewebe.
Störungen der Kontraktilität: Verminderte Fähigkeit, Kontraktionskraft zu erzeugen, was zu einer reduzierten Herzleistung führt.
Neurohormonelle Aktivierung: Erhöhte Katecholamine, Angiotensin II und Aldosteron, die die Myokardschädigung fördern.
Die ischämische dilatative Kardiomyopathie ist eine der Hauptursachen für Herzinsuffizienz bei Patienten mit vorbestehender koronarer Herzkrankheit.
Der wichtigste Risikofaktor ist somit das Vorliegen eines vorangegangenen Myokardinfarkts (führt zu irreversibler Myokardnekrose und ventrikulärem Remodeling), zusätzlich zu den klassischen traditionellen kardiovaskulären Risikofaktoren (arterielle Hypertonie, Dyslipidämien, Diabetes mellitus, metabolisches Syndrom).
Klinik und Diagnose
Die Hauptsymptome resultieren aus linksventrikulärer Dysfunktion und Herzinsuffizienz.
Patienten können folgende Beschwerden aufweisen:
Belastungsdyspnoe und Orthopnoe.
Periphere Ödeme und systemische venöse Stauung.
Belastungsintoleranz und schnelle Ermüdbarkeit.
Palpitationen und ventrikuläre Arrhythmien.
Zu den diagnostischen Mitteln gehören:
EKG: Repolarisationsstörungen, Q-Zacken nach Infarkt, Arrhythmien.
Echokardiographie: Dilatation des linken Ventrikels, verminderte Ejektionsfraktion, segmentale Wandbewegungsstörungen.
Kardiale Magnetresonanztomographie: Beurteilung von Myokardfibrose und Restvitalität.
Koronarangiographie: Unverzichtbar zur Identifikation kritischer Koronarstenosen.
Behandlung der Ischämischen Dilatativen Kardiomyopathie
Das Ziel der Behandlung ist die Verbesserung der Ventrikelfunktion, die Reduktion der Symptomatik und die Verhinderung der Krankheitsprogression.
Lebensstiländerungen:
Kochsalzarme Diät, kontrollierte körperliche Aktivität, Rauchstopp und Blutdruckeinstellung verbessern die Prognose.
Pharmakotherapie:
ACE-Hemmer und Sartane: Reduzieren die Nachlast und das ventrikuläre Remodeling.
Betablocker: Verbessern die Ventrikelfunktion und senken die Mortalität.
Aldosteronantagonisten: Hemmen die Myokardfibrose.
Diuretika: Kontrollieren die pulmonale und periphere Stauung.
Antikoagulanzien: Unverzichtbar bei Vorhofflimmern oder intrakardialen Thromben.
Myokardrevaskularisation:
Bei Patienten mit signifikanter Ischämie kann eine koronare Revaskularisation mittels perkutaner Koronarintervention (PCI) oder aortokoronarer Bypass-Operation (CABG) die Ventrikelfunktion verbessern.
Erweiterte Therapie:
Bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz können erforderlich sein:
Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD) zur Prävention des plötzlichen Herztods.
Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) bei Patienten mit ventrikulärer Dyssynchronie.
Herztransplantation in den schwersten Fällen.
Prognose und Komplikationen
Die ischämische dilatative Kardiomyopathie ist eine progrediente Erkrankung mit hohem Risiko für therapieresistente Herzinsuffizienz, ventrikuläre Arrhythmien und plötzlichen Herztod. Eine optimierte Behandlung kann jedoch die Lebensqualität und das Überleben deutlich verbessern.
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