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L'angolo del dottorino
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Diagnose der Koronaren Herzkrankheit

Anamnese

Die Anamnese ist der erste Schritt bei der Diagnose der koronaren Herzkrankheit.


Das Leitsymptom, das allen ischämischen Herzerkrankungen gemeinsam ist, ist der ischämische Brustschmerz, beschrieben als Enge-, Druck- oder Schweregefühl, meist retrosternal lokalisiert und ausstrahlend in den linken Arm, den Hals oder den Unterkiefer.


Ischämischer Schmerz kann jedoch auch an atypischen Stellen auftreten, wie im Epigastrium, Rücken oder rechten Arm, was die klinische Erkennung erschwert – insbesondere bei Diabetikern und älteren Patienten.
In manchen Fällen kann sich die Myokardischämie mit atypischen Symptomen präsentieren, wie isolierter Dyspnoe, ausgeprägter Asthenie oder Synkopen, ohne offensichtlichen Brustschmerz.

Allgemeine Merkmale des ischämischen Schmerzes

Spezifische Merkmale in den verschiedenen Ischämieformen


Körperliche Untersuchung

Die körperliche Untersuchung ist in den frühen Phasen chronischer ischämischer Erkrankungen oft unauffällig, während bei akuten ischämischen Ereignissen Zeichen einer verminderten myokardialen Perfusion und einer neurovegetativen Reaktion auftreten können.

Häufige Befunde bei ischämischen Herzerkrankungen

Die Untersuchungsergebnisse unterscheiden sich zwischen den interkritischen (Ruhe-)Phasen und akuten ischämischen Episoden.

Spezifische Zeichen bei verschiedenen ischämischen Zuständen

Befunde bei ischämischen Komplikationen

In fortgeschrittenen Stadien der koronaren Herzkrankheit oder bei strukturellem Myokardschaden können Zeichen einer Herzinsuffizienz und ischämisch bedingten Klappendysfunktion auftreten:

Apparative Diagnostik

Die Diagnose der koronaren Herzkrankheit stützt sich auf apparative Untersuchungen, die eine Myokardischämie nachweisen, die Herzfunktion beurteilen und eventuelle Koronarstenosen identifizieren.
Das diagnostische Vorgehen erfolgt stufenweise, mit Basisuntersuchungen gefolgt von weiterführenden Tests, wenn eine genauere Charakterisierung notwendig ist.

Basisuntersuchungen

Das Elektrokardiogramm beurteilt die elektrische Aktivität des Herzens, die sich bei ischämischen Zuständen charakteristisch verändert. Diese Tests dienen als erster diagnostischer Schritt, um elektrische Auffälligkeiten und indirekte Zeichen einer Ischämie zu erkennen:

Weiterführende Diagnostik

Diese Untersuchungen dienen der Bestätigung, Quantifizierung und Risikostratifizierung der Ischämie.

Spezifische Befunde bei den verschiedenen Ischämieformen

Jede ischämische Erkrankung weist charakteristische diagnostische Merkmale in den jeweiligen apparativen Untersuchungen auf:

Differenzialdiagnose

Die Symptomatik der koronaren Herzkrankheit, insbesondere der Brustschmerz, kann durch zahlreiche kardiovaskuläre und nicht-kardiovaskuläre Erkrankungen nachgeahmt werden.
Die Differenzialdiagnose basiert auf sorgfältiger klinischer Bewertung und spezifischen apparativen Untersuchungen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Pulmonale Erkrankungen

Gastrointestinale Erkrankungen

Muskuloskelettale Erkrankungen


Schlussfolgerung

Die Diagnose der koronaren Herzkrankheit erfordert einen integrierten Ansatz aus Anamnese, körperlicher Untersuchung und apparativen Tests. Die Diagnosesicherung erfolgt durch Provokationstests und fortgeschrittene Bildgebung, während die Koronarangiographie in unklaren oder Hochrisikofällen der entscheidende Test bleibt.
    Literatur
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